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Adresse

Gemeindeverwaltung Lausen

  • Grammontstrasse 1
  • 4415 Lausen

Öffnungszeiten

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  • Di:  07.30 - 12.00 / 14.00 - 17.00 Uhr
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  • © Copyright Lausen 2020

Huppergruben

Beschreibung
1. Unterschutzstellung
Mit dem Regierungsratsbeschluss vom 9. Juli 1991 wurden die Huppergruben in das Inventar der geschützten Naturobjekte des Kantons Basel-Landschaft aufgenommen.

2. Geologie
Die Geologie befasst sich mit dem Aufbau und der Entstehung der Gesteinsrinde der Erde und erkundigt sich nach deren Geschichte, das heisst nach der Entstehung und der Zusammensetzung des Gesteins durch Ablagerung, Faltung, Abtragung und Wiederaufschüttung.
Alle im Gemeindebann Lausen vorkommenden geologischen Schichten sind erdgeschichtlich mittleren Datums. Eine Besonderheit bilden die relativ jungen, vor rund 50 Millionen Jahren entstandenen Gesteinsschichten im Gebiet der Huppergruben, die für die Industrie in Lausen von grosser Bedeutung waren.
In Lausen spielte die Verwendung verschiedenster Gesteine seit jeher eine bedeutende Rolle. Den wichtigsten Abbauort stellen dabei die Huppergruben dar. Sie befinden sich südlich von Lausen im Gebiet Wasserschöpfi auf rund 500 Meter über Meer. Das Grubenareal befindet sich im Besitz der Bürgergemeinde Lausen und gliedert sich in die nordöstliche BIK-Grube und die südwestliche Tonwerk-Grube. Die nordöstliche BIK-Grube bietet einen besonders schönen Einblick in die erdgeschichtliche Vergangenheit. An der nordwestlichen, sechs bis zehn Meter hohen Grubenwand zeigen sich oft kreuzweise geschichtete Sequankalke, die 158 Millionen Jahre alt sind. Zudem sind eindrückliche Karsterscheinungen, wie beispielsweise eine trichterförmige Doline mit Karstschlot sichtbar.

Einmalig ist der Hupperaufschluss in der südwestlichen Tonwerkgrube. In den Hupper eingestreut findet man Bohnerzknollen aus Eisen oder stösst auch auf faustgrosse Hornsteinknollen. Über den Quarzsanden folgt eine rund einen Meter mächtige, orange Tonschicht.
Aus geologischer Sicht gelten die Huppergruben in Lausen als einzigartig. Sie enthalten Dokumente über die erdgeschichtliche Vergangenheit des Baselbiets. Fachleute messen Aufschlüssen sogar nationale Bedeutung bei, da Huppervorkommen in solchem Umfange nur noch in Lausen zu beobachten sind.

3. Fauna und Flora
Neben der geologischen Bedeutung der Gruben ist auch deren ökologischer und heimatkundlicher Wert hervorzuheben. Durch den Abbau des Huppers wurde das ursprüngliche Waldkleid im Grubenareal zerstört. Die Gruben stellen aber heute sogenannte Sekundärbiotope dar. Für verschiedene, selten gewordene Tier- und Pflanzenarten erweisen sich die vegetationsarmen Aufschüttungen und Halden als wichtige Ersatzlebensräume, die aus naturschützerischer Sicht sehr wertvoll sind.
In beiden Gruben lassen sich eine Vielzahl von Pionierpflanzen und Magerwiesenpflanzen beobachten. Hier wachsen Arten, wie das Tausendgüldenkraut (Centaurium umbellatum), die Bittere Kreuzblume (Polygala amarella), Mittlerer Klee (Trifolium medium). Durch den wechselfeuchten Untergrund und die Vielzahl von verschiedenen Lebensräumen kann ein grosses Artenspektrum beobachtet werden. Insgesamt wurden 1985 im gesamten Grubenareal um die 200 Pflanzenarten beobachtet.
Das Naturschutzgebiet wird durch den Forstbetrieb der Bürgergemeinde Lausen gepflegt.
Verordnung Huppergruben.pdf (pdf, 11.2 kB)

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